Eigentlich ist es bei uns ganz beschaulich und man könnte wirklich seine Ruhe genießen. Wenn da nicht immer wieder diverse rücksichtslose oder hirnkranke Zweibeiner den Weg ins Werderland finden würden.

Verfahren eingestelltIn letzter Zeit häufen sich üble Vorkommnisse mit tödlichem Ausgang für die Tiere:

Angefangen hatte es im Frühjahr. Unsere kleinen Zicklein waren gerade die ersten Male draussen auf der Weide, als ein komplett rücksichtsloses Ausflüglerpärchen ihren unangeleinten Hund ein wenig jagen ließ. Dies endete mit schweren Verletzungen für das Zicklein. Trotz aller Bemühungen blieben die Täter unauffindbar. Ein Gutes hatte es aber doch: Sie ließen sich auch im Werderland nicht mehr blicken ;-)

Lucette hat sich nach einer weiteren Operation doch noch gut erholt und ist heute eine kleine freche Ziege wie alle anderen auch. Immerhin.

Weniger gut ging es im November dann für ein Pferd auf der Nachbarweide aus, nur wenige Meter von unseren Böcken entfernt: Der Pferderipper hat zugeschlagen und es aufgeschlitzt, so dass es eingeschläfert werden musste. Der Weser-Kurier hat zwar mit einer kurzen Meldung berichtet, allerdings stehen auch da wohl die Chancen nicht so gut, den Täter zu erwischen.

Ernsthafte Strafe muss er zudem kaum fürchten, da er zweifelsohne eine schwere Kindheit hatte. Vielmehr würde man sich sicher Mühe geben, ihn zu therapieren. Wer sich für die psychologische Seite interessiert, der kann darüber eine interessante Abhandlung in dieser Kriminalistik-Gazette lesen.

Die Einschläge kommen jetzt näher. Das hier unten sind die direkten Nachbarn unserer Böcke, nur ein Feldweg und ein Graben trennen sie. Der Pferdripper war hinten links, bei den grünen Planen.

schafherde

Ob Miss Maple wohl nicht aufgepasst hat? Jedenfalls ist es jetzt ein Schaf weniger als auf dem Bild. Profikiller haben sich kürzlich eines geschnappt und ihm die Kehle durchgeschnitten, es noch auf der Weide zerlegt und mitgenommen. Nur die Reste - unappetitliches Bild - trieben noch im GrPyrinäenberghundaben.

Das alles macht uns natürlich große Sorgen, sind unsere Jungs die nächsten? Oder doch eher die Pferde im Stall? Jemand war da schließlich neulich nachts irgendwie mit den Toren zu Gange... Wir arbeiten jedenfalls mit Hochdruck an einer Videoüberwachung der Bockweide. Das ist aber im freien Feld natürlich nicht so einfach zu realisieren. Immerhin läuft aber ein erster Prototyp schon ganz zuverlässig!

Trotzdem wird es immer noch am hilfreichsten sein, wenn die Leute die Augen offen halten! Bitte teilt uns oder der Polizei mit, wenn Ihr merkwürdige Beobachtungen im Bereich der Lesumbroker Landstraße, insbesondere auch rund ums Sperrwerk macht. Sprecht Leute an, von denen Ihr den Eindruck habt, dass sie irgenwie nicht so recht ins Landschaftsbild passen!

In der Regel werden sie dankbar sein für "kann ich Ihnen helfen, suchen Sie etwas Bestimmtes?" - sie suchen nämlich den Weg zur "Moorlosen Kirche" oder zum Sperrwerk ;-) Den ungebetenen Gästen signalisiert es: Kollege, ich habe dich gesehen!

Ihr erreicht uns unter 0421-95 90 96 0. Meistens läuft der Anrufbeantworter, also bitte beherzt draufsprechen. Auch wenn es Euch möglicherweise blöd und überflüssig vorkommt! Wir hören das zeitnah ab und kümmern uns um jeden Hinweis.

Die Belohnung für den Hinweis auf die Halter des Magyar Viszla, der unsere Lucette beinahe umgebracht hat, steht übrigens nach wie vor. Und natürlich werden wir uns auch für andere hilfreiche Hinweise auf Tierquäler im Werderland finanziell erkenntlich zeigen.