Wir haben in den letzten Jahren Frisch-, Weich und Ziegenkäse in verschiedenen leckeren Variationen hergestellt und mit sehr guter Resonanz verkauft. Gewinn konnten wir als Kleinstbetrieb damit allerdings nicht machen, im besten Fall waren unsere Kosten gedeckt. Masse statt Klasse wäre finanziell sinniger, aber dafür fehlen bei uns die Voraussetzungen.

Nachdem nun Berufsgenossenschaft, Versicherungen, Labore, Finanzamt, Steuerberater, Marktveranstalter und so weiter und so fort ihre Schäfchen ins Trockene gebracht haben, bleibt für uns zu wenig übrig. Jedenfalls zu wenig, um nach Feierabend - irgendwo muss das Geld für das wahre Leben ja herkommen ;-) - noch bis Mitternacht in der Käseküche zu stehen.

Daher reduzieren wir unsere Tätigkeit bis auf weiteres auf die Ziegenzucht und den Wurstverkauf.

Wir wollen nicht nörgeln und meckern, es war ein interessantes Projekt! Aber es ist heutzutage auch einfach nicht gewollt, dass Kleinbetriebe existieren. Das erschwert der Bürokratie die Verwaltung und Kontrolle (und damit - immer wieder vorgeschoben - auch den Verbraucherschutz). EU-Subventionen und ähnliches sind für Betriebe wie den unseren ein Fremdwort. Erst wer viele Hektar sein Eigen nennt gewinnt dadurch. Auch den Wolfszaun und den Herdenschutzhund sollen wir selbst bezahlen. Damit wir eventuell im Ernstfall eine kleine Entschädigung für unsere Zuchtziegen bekommen würden.

So entwickelt sich die Welt eben weiter, hin zu Insekteneiweiß, Glyphosat und einer globalisierten Lebensmittelproduktion aus einer Hand. Bei 8 Milliarden Menschen ist das vermutlich die einzige Lösung um auch die 10 Milliarden zu schaffen.

Schön, dass wir schon zu alt sind, um das noch zu erleben ;-)

Wir danken allen unseren Kunden und den Unterstützern des Hofes für ihre Treue!

Anke + Jörg